📋 Allgemeines
| Kennzeichen | DO-2431 |
|---|---|
| Rufname | Florian Dortmund 20-HLF20-1 |
| Fahrzeugtyp | HLF 16/12 |
| Leitstelle | Dortmund (Feuerwehr, Rettungsdienst) |
| Status | Im Dienst |
🚒 Fahrzeuginformationen
| Hersteller | Mercedes-Benz |
|---|---|
| Modell & Motor | Atego 1328 F |
| Aufbauhersteller | Schlingmann |
| Baujahr | 2002 |
| Indienststellung | 2018 |
| Besatzung | 1/8 (Gruppe) |
⚙️ Technische Daten
| Motor | k.A. |
|---|---|
| Motorleistung | 205 kW / 279 PS |
| Hubraum | 6.374 ccm |
| Schaltung | Automatikgetriebe |
| Antrieb | 4x2 |
| Radstand | k.A. |
🔵 Sondersignal
| Hauptsignalgeber | Pintsch Bamag - TOPas |
|---|---|
| Frontblitzer | LED-Frontblitzer (Nachrüstung) |
| Weitere Blaulichter | Hänsch Nova Blitzleuchte am Heck |
| Horn | Sonstiges (wird noch ergänzt) |
🏢 Organisationsdaten
| Land | Deutschland |
|---|---|
| Organisation | Freiwillige Feuerwehr |
| Wache / Station | Sonstige (wird noch ergänzt) |
| Stadt / Ort | Dortmund |
| Landkreis / Kreisfreie Stadt | Dortmund, Stadt |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
📷 Foto-Informationen
| Fotograf | Thilo Köster |
|---|---|
| Kamera | Lumix FZ 2000 |
| Blende | k.A. |
| Brennweite | k.A. |
| ISO | k.A. |
| Aufnahmeort | Dortmund |
| Aufnahmedatum | 11.08.2026 |
📝 Beschreibung
Hilfeleistungslöschfahrzeug 16/12 (LF 16-15) – Freiwillige Feuerwehr Dortmund, Löschzug 20 Nette
Das Hilfeleistungslöschfahrzeug 16/12 (HLF 16/12) der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund, Löschzug 20 Nette, basiert auf einem Mercedes-Benz Atego 1328 F 4×2 und verfügt über einen feuerwehrtechnischen Aufbau der Firma Schlingmann. Das Fahrzeug gehört zu einer Reihe ehemaliger Hilfeleistungslöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Dortmund, die nach ihrer Ablösung im hauptamtlichen Einsatzdienst umfassend überarbeitet und anschließend an Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr übergeben wurden.
Ursprünglich stand das Fahrzeug bei der Berufsfeuerwehr Dortmund im Dienst. Dort war es auf der Feuer- und Rettungswache 9 in Mengede stationiert und rückte als reguläres Hilfeleistungslöschfahrzeug zu Bränden, technischen Hilfeleistungen und weiteren Einsatzlagen im Wachbezirk sowie im gesamten Dortmunder Stadtgebiet aus.
Vom HLF der Berufsfeuerwehr zum Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr
Ende des Jahres 2016 begann die Berufsfeuerwehr Dortmund mit der Indienststellung einer neuen Generation von Hilfeleistungslöschfahrzeugen. Die dadurch frei werdenden bisherigen HLF wurden jedoch nicht unmittelbar ausgesondert. Stattdessen entwickelte die Feuerwehr Dortmund ein Konzept zur weiteren Nutzung der Fahrzeuge bei der Freiwilligen Feuerwehr.
Die ehemaligen Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr wurden nach und nach bei der Firma Schlingmann technisch und feuerwehrfachlich überarbeitet sowie für ihre neue Aufgabe einheitlich hergerichtet. Anschließend gingen sie an verschiedene Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund. Dort ersetzten sie insbesondere die mittlerweile in die Jahre gekommenen LF 16-TS. Auf diese Weise erhielten die ehrenamtlichen Einheiten leistungsfähige und umfangreich ausgestattete Fahrzeuge, die sowohl für die Brandbekämpfung als auch für die technische Hilfeleistung eingesetzt werden können.
Auch das heutige Fahrzeug des Löschzuges 20 Nette durchlief diesen Wechsel. Während seiner Zeit bei der Berufsfeuerwehr war es auf der Feuer- und Rettungswache 9 Mengede stationiert. Seine damaligen Funkrufnamen lauteten zunächst Florian Dortmund 09/44-01 und nach Anpassung des Funkrufnamensystems Florian Dortmund 09 HLF20 01.
Fahrgestell und technische Daten
Als Fahrgestell dient ein Mercedes-Benz Atego 1328 F 4×2. Der Dieselmotor verfügt über einen Hubraum von 6.374 cm³ und entwickelt eine Leistung von 205 kW (279 PS). Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeuges beträgt 14.000 kg.
- Fahrgestell: Mercedes-Benz Atego 1328 F 4×2
- Leistung: 205 kW / 279 PS
- Hubraum: 6.374 cm³
- Zulässiges Gesamtgewicht: 14.000 kg
- Länge: 8.600 mm
- Breite: 2.350 mm
- Höhe: 3.200 mm
- Antrieb: Straßenantrieb mit Differentialgetriebe
- Getriebe: Automatikgetriebe
- Aufbau: Schlingmann
Zur fahrzeugtechnischen Ausstattung gehören unter anderem ASR und ABS, Scheibenbremsen an der Vorderachse und Trommelbremsen an der Hinterachse sowie ein Retarder. Elektrische Fensterheber und Außenspiegel, eine Klimaanlage sowie Schwingsitze für Fahrer und Beifahrer erhöhen den Komfort insbesondere bei längeren Einsatz- und Bereitschaftszeiten.
Zusätzliche Rückfahrscheinwerfer unterstützen den Maschinisten beim Rangieren in der Dunkelheit. Am Heck befindet sich außerdem eine Anhängerkupplung. Für den Anhängerbetrieb stehen sowohl eine 24-Volt-Steckdose mit 15 Polen als auch eine 12-Volt-Steckdose mit 13 Polen zur Verfügung.
Bei der Gestaltung des Aufbaus wurde besonderer Wert auf eine möglichst ergonomische Geräteentnahme gelegt. Die Beladung ist weitgehend in geringer Entnahmehöhe untergebracht und bei höher angeordneten Ausrüstungsgegenständen stehen entsprechende Auftritthilfen zur Verfügung. Die auf dem Fahrzeug mitgeführten Leitern können zudem elektropneumatisch abgesenkt werden.
Fahrer- und Mannschaftskabine
Bereits in der Fahrer- und Mannschaftskabine wird der breite Einsatzwert des Fahrzeuges deutlich. Für den Atemschutzeinsatz stehen insgesamt sechs Pressluftatmer mit Blitzleuchten, neun Atemschutzmasken und neun ABEK-Filter zur Verfügung. Ergänzt wird die persönliche und taktische Ausstattung unter anderem durch sechs Handfunksprechgeräte, drei HSE-7-Scheinwerfer und sechs Akkulux-Scheinwerfer.
Für medizinische Notfälle führt das Fahrzeug einen AED, eine Sauerstoffeinheit, einen Ulmer Notfallkoffer, eine Kindernotfalltasche, eine Krankentrage, eine Krankenhausdecke sowie eine Stifneck-Tasche mit drei Halskrausen mit. Damit kann die Besatzung auch bei medizinischen Notfällen und zur Erstversorgung von verletzten Personen tätig werden.
Zur Führung und Überwachung eines Atemschutzeinsatzes befindet sich eine Atemschutzüberwachungstafel an Bord. Hinzu kommen ein CO-Warner und ein Ex-Meter. Für besondere Einsatzlagen werden unter anderem Einsatzkarten für Hochhäuser und U-Bahn-Anlagen sowie eine Melder- und Aufzugstasche mit fünf unterschiedlichen Aufzugsschlüsseln mitgeführt.
Weitere Ausrüstungsgegenstände in der Kabine sind unter anderem:
- 2 Warndreiecke, 2 Warnleuchten und 9 Warnwesten
- Funktionswesten für Controller, Gruppenführer und Zugführer
- Hydrantenplan und Sperrpfostenschlüssel
- Fremdstartkabel mit NATO-Stecker
- Suchscheinwerfer und Kühlbox
- Verbandkasten für das Fahrzeug
Geräteräume – technische Hilfeleistung
Einen wesentlichen Schwerpunkt der Beladung bildet die technische Hilfeleistung. Im Geräteraum 2 befindet sich ein umfangreicher hydraulischer Rettungssatz. Dieser umfasst unter anderem ein Schneidgerät S 90, einen Spreizer SP 40, einen Pedalschneider S 30 sowie die Rettungszylinder RZ 2 und RZ 3 mit 30 beziehungsweise 60 cm Länge. Das erforderliche Elektromotorpumpenaggregat einschließlich Zubehör wird ebenfalls auf dem Fahrzeug mitgeführt.
Für die Stabilisierung und das Anheben schwerer Lasten stehen zwei Vetter-Hebekissen V31/8 bar, ein hydraulischer 10-t-Heber sowie ein Satz ZUMRO ResQ Blocks zur Verfügung. Ergänzt wird diese Ausstattung durch Formholz, einen Kettensatz für den Spreizer, einen Mehrzweckzug mit Rundschlinge und Kantenreiter sowie mehrere Drahtseile und Schäkel.
Für Verkehrsunfälle stehen darüber hinaus ein Glasmanagement-Koffer, eine Airbag-Sicherung, ein Schwelleraufsatz und ein Gerät zur Druckentlastung der Hydraulikschläuche bereit. Damit ist das Fahrzeug für ein breites Spektrum von Verkehrsunfällen und anderen technischen Einsatzlagen ausgerüstet.
Werkzeuge und Geräte für technische Einsätze
Im Geräteraum 1 befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Hand- und Elektrowerkzeugen. Neben Feuerwehräxten, Spaten, Stechschaufeln, Dunggabeln, Dunghacken, Feuerpatschen, Brechstange, Nageleisen und Bolzenschneider werden mehrere Sortimo-Koffer mit Werkzeugen, Elektro-Werkzeug, Schrauben, Abdichtmaterial und zusätzlicher Schutzausrüstung mitgeführt.
Für Säge- und Trennarbeiten stehen eine Motorkettensäge einschließlich Zubehör, eine Stichsäge sowie ein 2.000-Watt-Trennschleifer zur Verfügung. Zwei Schnittschutzhosen und zwei Forsthelme ergänzen die persönliche Schutzausrüstung für Arbeiten mit der Motorsäge.
Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen verfügt das Fahrzeug über zwei Flutlichtstrahler mit Verteiler und Stativ sowie zwei 230-Volt-Kabeltrommeln. Für Wasserschäden wird eine Tauchpumpe TP 4 mitgeführt. Wathose, Gummistiefel und zwei Paar Gummihandschuhe ergänzen die Ausstattung.
Eine Besonderheit ist die mitgeführte Ausstattung für Schornsteinbrände. Hierzu gehören ein Schornsteinfegerwerkzeugsatz sowie das entsprechende Gestänge.
Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung
Für die klassische Brandbekämpfung steht eine umfangreiche Schlauch- und Armaturenausstattung zur Verfügung. Im Geräteraum 5 werden unter anderem drei Schlauchtragekörbe mit jeweils drei C-Druckschläuchen sowie zwei zusätzliche C-Rollschläuche mitgeführt. Hinzu kommen ein vorbereitetes Schlauchpaket mit Hohlstrahlrohr und einer Durchflussleistung von 235 l/min sowie ein Schlauchtragekorb mit 60 Metern D-Schlauch und D-Hohlstrahlrohr.
Im Geräteraum 6 befinden sich weitere fünf B-Rollschläuche mit jeweils 20 Metern Länge sowie verschiedene Strahlrohre, Stützkrümmer, Verteiler und Armaturen. Ein 50 Meter langer S25-Druckschlauch mit einem Hohlstrahlrohr für 150 l/min ermöglicht einen besonders schnellen Aufbau einer ersten Löschleitung.
Für die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz führt das Fahrzeug unter anderem Über- und Unterflurhydrantenschlüssel, Rückflussverhinderer sowie die entsprechenden Übergangsstücke mit. Die fahrbare Schlauchhaspel am Fahrzeugheck ist mit sieben B-Druckschläuchen bestückt. Ein zusätzliches Anbauteil nimmt unter anderem ein Standrohr mit Rückflussverhinderer, einen Unterflurhydrantenschlüssel, einen Kappenhammer und zwei Kupplungsschlüssel auf.
Schaumeinsatz und Sonderlöschmittel
Auch für den Schaumeinsatz ist das HLF umfangreich ausgestattet. Mitgeführt werden sechs Kanister mit jeweils 20 Litern Mehrbereichsschaummittel. Zur Abgabe stehen ein Zumischer Z4, ein Kombischaumrohr M/S-4 sowie ein Pistolenschaumrohr mit Ersatzbehälter zur Verfügung.
Zur weiteren Löschmittelausstattung gehören zwei 6-kg-ABC-Pulverlöscher, ein 5-kg-CO₂-Löscher sowie eine Kübelspritze. Ein Wasserwerfer mit Bodengestell ermöglicht darüber hinaus die Abgabe größerer Wassermengen aus einer sicheren Position.
Weitere Sonderausstattung
Die Beladung des Fahrzeuges deckt zahlreiche weitere Einsatzszenarien ab. Ein Hochleistungslüfter steht zur Entrauchung von Gebäuden zur Verfügung. Für Einsätze in Bereichen mit erhöhter thermischer Belastung werden vier Hitzeschutzanzüge mitgeführt. Eine Absturzsicherung erweitert den Einsatzwert bei Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen.
Für Einsätze mit gefährlichen Stoffen beziehungsweise zum Schutz der Einsatzkräfte stehen vier leichte ABC-Schutzanzüge zur Verfügung. Zwei magnetische und zwei aus PVC bestehende Schachtabdeckungen, Spillbags, PU-Auffangbeutel, Ölbindemittel und eine Gitterplane mit den Abmessungen 4 x 4 Metern ergänzen die Ausstattung für Umwelt- und Gefahrstoffeinsätze.
Zur Menschenrettung stehen neben der medizinischen Ausstattung unter anderem ein Spineboard mit Befestigungssystem und Kopfteil, eine Rettungstasche, eine Rettungsmulde, Fluchthauben sowie ein RIT-Bag zur Verfügung. Ein Smokestopper kann zur Begrenzung der Rauchausbreitung innerhalb von Gebäuden eingesetzt werden.
Für die Verkehrsabsicherung befinden sich zwei Faltsignale, zwei Warnschilder „Feuerwehr“, vier Verkehrsleitkegel, vier Verkehrswarnleuchten, acht Absperrstangen sowie ein beleuchteter Stabwinker an Bord.
Dachbeladung
Auf dem Fahrzeugdach befinden sich insbesondere die für die Menschenrettung und den Löschangriff benötigten tragbaren Leitern. Die Dachbeladung umfasst:
- eine dreiteilige Schiebleiter,
- eine vierteilige Steckleiter,
- ein Steckleiterverbindungsteil,
- einen Einreißhaken sowie
- eine Rettungsmulde.
Durch die elektropneumatische Absenkung der Leitern wird deren Entnahme erleichtert und die körperliche Belastung der Einsatzkräfte reduziert.
Geräteraum Heck
Der rückwärtige Geräteraum dient vor allem der Unterbringung von Geräten für die Löschwasserversorgung. Neben der fahrbaren Schlauchhaspel mit sieben B-Schläuchen befinden sich dort ein Sammelstück A-2B, ein Saugkorb A mit Schutzkorb, ein Übergangsstück A-B sowie ein Kupplungsschlüssel ABC.
Darüber hinaus werden zwei Arbeitsleinen und ein Abgasschlauch mitgeführt. Das Anbauteil der fahrbaren Schlauchhaspel fasst die wichtigsten Geräte zur Wasserentnahme aus einem Unterflurhydranten kompakt zusammen, sodass Standrohr, Unterflurhydrantenschlüssel und Kupplungsschlüssel schnell zur Verfügung stehen.
Fazit
Das HLF 16/12 des Löschzuges 20 Nette ist ein gutes Beispiel für die nachhaltige Weiternutzung ehemaliger Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Dortmund. Durch die Überarbeitung bei Schlingmann konnten die zuvor im täglichen Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr eingesetzten Fahrzeuge für eine weitere Nutzungsphase bei der Freiwilligen Feuerwehr vorbereitet werden.
Mit seiner Kombination aus umfangreicher Ausrüstung zur Brandbekämpfung, technischen Hilfeleistung, Menschenrettung und Erstversorgung stellt das Fahrzeug gegenüber den zuvor eingesetzten LF 16-TS eine deutliche Erweiterung der Möglichkeiten dar. Besonders der hydraulische Rettungssatz, die umfangreiche Schlauch- und Armaturenausstattung sowie zahlreiche Geräte für Sonderlagen ermöglichen der Besatzung ein eigenständiges Arbeiten bei einem breiten Spektrum unterschiedlicher Einsatzlagen.
Seine Laufbahn führte das Fahrzeug damit vom regulären HLF der Berufsfeuerwehr auf der Feuer- und Rettungswache 9 Mengede hin zum Einsatzfahrzeug des Löschzuges 20 Nette der Freiwilligen Feuerwehr Dortmund.
Ehemalige Funkrufnamen bei der Berufsfeuerwehr Dortmund:
Florian Dortmund 09/44-01
Florian Dortmund 09 HLF20 01
